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Naturparadies oder Erdölfeld?

Die Auseinandersetzung um den Yasuní-Nationalpark in Ecuador

In einem der artenreichsten tropischen Regenwälder in Ecuador wurden große Erdölvorkommen entdeckt. Der Präsident Ecuadors, Rafael Correa, bietet der Weltgemeinschaft an, dieses Erdöl im Boden zu lassen und den Regenwald zu schützen, wenn andere Länder einen Teil des Gewinnausfalls ausgleichen. Zusammen mit dem OV Ludwigsburg hatte Ingrid Hönlinger (MdB) für Sonntag, den 13. Mai, zu einer Matinee eingeladen mit S. E. Jorge Jurado, ecuadorianischer Botschafter in Deutschland, Alexander Hülle, Vorstandssprecher von Amnesty International, und Dr. Holger Fischer, Uni Hohenheim. In seiner Begrüßung bezeichnete Eric Welte, Vorstand des OV Ludwigsburg, die Yasuní-Initiative als einzigartig. Hier gehe es darum, etwas nicht zu tun, obwohl man es könnte. Landrat Dr. Rainer Haas schlug in seinem Grußwort den Bogen von den Umweltbemühungen im Landkreis Ludwigsburg zu der Notwendigkeit des weltweiten Klimaschutzes. S.E. Jorge Jurado, Botschafter aus Ecuador, berichtete von dem weltweit wegweisenden Vorschlag seines Landes, 850 Milionen Barrel Schweröl nicht zu fördern, um den einmaligen Yasuní-Nationalpark zu erhalten. Jurado überzeugte die über 50 Anwesenden von der besonderen Biodiversität des Gebietes. Ecuador sei das einzige Land der Welt, das die Natur als Rechtssubjekt in der Verfassung verankert hat. Amnesty-International-Sprecher Alexander Hülle legte großen Wert darauf, dass die indigenen Völker nicht Opfer einer Entwicklung würden, die zu ihrem Untergang führen könne. Und Dr. Holger Fischer führte aus: „Yasuní-ITT ist eine Idee, die durch die Kombination von Vermeidung von Erdölförderung und Schutz des tropischen Regenwaldes sowie durch die Investition der Fonds-Gelder in Wiederaufforstung, Energiewende und Umweltbildung besticht. Lasst euch von der Begeisterung der Ecuadorianer anstecken! Yasunísiert euch!“

Für sie als grüne Abgeordnete ist es ein großes Anliegen, das ökologische, wirtschaftliche und politische Bewusstsein zu stärken. Lokale, regionale und internationale Vernetzung kann dazu beitragen, der Klimakatastrophe zu begegnen. Hierzu gehört der schnelle Umstieg von fossilen Brennstoffen auf alternative Energien. Yasuní ist ein Leuchtturm-Angebot, wie globale Verantwortung für unseren Planeten aussehen kann.

 

 

 

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